Parklandschaft
Acryl auf Baumwollmischgewebe (Bildserie eingestellt Februar 2026)
Parklandschaft, eine Gemäldereihe
Bildidee Parklandschaft
Auslöser für eine Bildidee sind häufig visuelle Eindrücke, die bei mir haften geblieben sind und meist auch von mir fotografiert wurden. Bei den hier vorgestellten Bildern sind es Parklandschaften. Das waren im wesentlichem der Park „Planten un Blomen“ in Hamburg und der „Romberpark“ in Dortmund. Eine weitere Anregung erhielt ich durch zwei Gemälde von August Macke: „Frauen im Park (mit weißem Schirm)“ und „Mutter und Kind im Park“. In beiden Parkanlagen und in den Gemälden haben mich die vielfältigen und großflächigen Grüntöne fasziniert. Im Gegensatz dazu die wenigen bunten Farben.
Ich will kein Abbild oder eine Abstraktion der Parkanlagen schaffen. Es geht mir vielmehr darum, den nachwirkenden Eindruck und die Erinnerung an die Farben und deren Konstellationen festzuhalten. Als Gedächtnisstütze dienen mir meine Fotografien.
Konzept Parklandschaft
Eine Tabelle aus 16 Farben steht zur Verfügung zusammengestellt aus acht bunten Farben des Spektrums Gelb, Rot bis Blau und aus acht Grüntönen angelegt in acht Helligkeitsstufen.
Zwei Systeme einer Aufteilung in 36 Felder bei gleich großem Bildformat bilden die Ausgangssituation. 36 Quadrate in ein Quadrat gefasst und 36 Streifen nebeneinander gereiht, ebenfalls in einem Quadrat angeordnet. So hat ein quadratisches Element die gleiche Flächengröße wie ein Streifen.
In beiden Systemen der Flächenaufteilung (Quadrat bzw. Streifen) ist jeweils das erste Bild der Reihe ausschließlich in Grüntönen ausgeführt, die nach folgenden Regeln angeordnet sind, um eine annähernd gleichmäßige Verteilung der Helligkeitsstufen zu erreichen:
Nr. 1 als hellster Ton in nur einem Element, Nr. 2 als der nächst dunklere Ton für zwei Elemente, Nr. 3 die weitere Abdunkelung für drei Elemente. Nr. 4, Nr. 5, Nr. 6, Nr. 7 und Nr. 8 sind den Zahlen entsprechend weiter abgedunkelt für jeweils sechs Elemente. Nr. 8 ist also der dunkelste Grünton. Die Auflistung sieht dann so aus: 1 x Nr.1, 2 x Nr. 2, 3 x Nr. 3, 6 x Nr. 4, 6 x Nr. 5, 6 x Nr. 6, 6 x Nr.7 und 6 x Nr.8 (ab Entwurf 8.3 im Werkbuch 2 zum Thema Parklandschaft).
Die Anordnung der Grüntöne im 36er-Rasterquadrat sieht folgendermaßen aus: Die ersten drei Grüntöne werden nur einmal pro Zeile und pro Spalte auf das Raster des 36er Quadrats verteilt und zwar so, dass keine Punkt- u. Seitenverbindung entsteht. Die nächsten sechs Quadrate einer jeweiligen Helligkeitsstufe werden pro Zeile und Spalte so verteilt, dass jede Helligkeitsstufe nur einmal pro Zeile und pro Spalte erscheint. Auch hier unter der Bedingung, dass kein Element gleicher Helligkeit in unmittelbarer Nachbarschaft (als Seitenverbindung) steht. Punktverbindungen sind möglich.
Die Anordnung der Grüntöne in der 36er-Streifenreihung ist entsprechend dem 36er-Quadrat angelegt. Das heißt, die Grüntöne und deren Anzahl sind die gleichen wie bei den 6 x 6 - Quadraten. Bei den rein grünen Streifengemälden sind die sechs dunkelsten Streifen immer im gleichen Abstand gesetzt (getaktet), sie markieren die Abstände, innerhalb derer die anderen Grüntöne nur einmal erscheinen und zwar so gesetzt, dass ein Grünton in der Anordnung immer eine Helligkeitsstufe überspringt. (ab Entwurf 9.8 im Werkbuch 3 zum Thema Parklandschaft).
Es entstehen Gemälde nur in Grüntönen.
Bunte Balken, Bunte Streifenabschnitte
Im 36er-Quadrat ist je einem Quadrat einer Helligkeitsstufe ein bunter Balken so zugefügt, dass das quadratische Element als Quadrat erhalten bleibt. (3/4 und ¼ des Quadrats). So sind acht Quadrate mit einem bunten Balken versehen immer freistehend im Grünen ohne Kontakt zu einem anderen bunten Balken. Die bunten Balken sind mal hoch, mal quer und nur ein bis zweimal pro Zeile und Spalte gesetzt. Hier lassen sich bei bestimmten Anordnungen der bunten Balken Punktverbindungen nicht vermeiden.
Bei der 36er-Streifenreihung sieht die Verteilung der bunten Farben ähnlich aus. Ein Viertel eines grünen Streifens einer der acht Helligkeitsstufen wird bunt ausgemalt. Auch hier ist die Streuung subjektiv angelegt unter der Bedingung, dass mindestens zwei grüne Streifen Abstand zwischen dem nächsten bunten Streifen steht und jeweils eine Helligkeitsstufe übersprungen wird.
Reine Bunte Streifen
In einem nächsten Schritt werden die grünen Streifen mit dem bunten Anteil komplett bunt ausgemalt. In dieser Bilderreihe sind es die bunten Streifen, die getaktet angeordnet sind. Hier bietet sich ein Anteil von 6, 8 oder 12 von 36 Streifen an. Zwischen diesen Streifen werden die grünen Streifen so angeordnet wie beschrieben zur 36er-Streifenreihung.
Text: K.W. Stegers, 2025







